Geschichte von Rumänien

Schon vor gut 2500 Jahren wurde Rumänien von thrakischen Volksstämmen besiedelt. Zwischen ihnen, aber auch mit Makedonen und Römern kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Dieses Gebiet war heiß umkämpft, denn hier wurde auch Gold gefunden. Um 100 nach Christus war das Land ein Teil des römischen Imperiums. Und so entstand auch der Landesname, denn die dort lebenden Menschen nannten sich selber als "Römer". Die genaue Herkunft der Rumänen ist schwer zu beurteilen, denn durch die Völkerwanderungen kamen nicht nur Hunnen und Bulgaren­, sondern auch Goten und Slawen in das Land. Auch während des Mittelalters und der Neuzeit war dieser Landstrich ein Ort der Kriege und Fehden. Ungarische, bulgarische, polnische, türkische und russische Herrscher stritten sich lange um dieses Land.

Statue von König Matthias Corvinus in Cluj-Napoca
Geschichtsträchtig: In Cluj-Napoca steht das Standbild von König Matthias Corvinus

Rumänien - bewegte Vergangenheit

Es gab zwar auch rumänische Fürstentümer, aber sie hatten dauernd gegen die Gebietsansprüche der angrenzenden Länder zu kämpfen. Eine herausragende Persönlichkeit des 14. Jahrhunderts war König Vlad III. mit seinem Beinamen "Draculea". Für seine Pfählungen war er berüchtigt. Die Türken hat er in vielen Schlachten besiegt - aber seine Bevölkerung litt darunter. Diese Herrscherfigur wurde die Romanvorlage für Dracula. Später wurden die türkischen und russischen Ansprüche auf das rumänische Gebiet immer deutlicher. Nicht nur die Türken hatten Teile von Rumänien annektiert, auch die Habsburger, die während des 18. Jahrhunderts gegen die Türken kämpften, okkupierten verschiedene Gebiete.

Rumänien - neuere Geschichte

Während der rumänischen Revolution von 1948 erstritten sich die Rumänen ihre ersten Nationalstaat. 1861 entstand erstmals ein eigenständiges Rumänien, was aber noch vom Königreich Österreich-Ungarn abhängig war. In den nachfolgenden Kriegen konnten die Gebiete Rumäniens erweitert werden, bis 1918 das Großrumänien entstand. Während des Zweiten Weltkrieges war Rumänien ein Verbündeter Hitlers. Von 1948 bis 1965 war Rumänien eine Volksrepublik unter sowjetischem Einfluss. Danach wurde es bis 1989 von Nicolae Ceaucescu beherrscht, befreite sich aber durch eine Revolution von der Diktatur und wurde zu einer demokratischen Republik.