Rumänien - Sighisoara (Schäßburg)

Sighisoara oder auch Schäßburg kämpft, vielleicht schon lange, einen kleinen Wettkampf mit Sibiu. Welche Stadt in Rumänien ist schöner? Zu dieser Stadt, mit gut 150000 Einwohnern, gehört die einzige noch vollständig erhaltene und noch bewohnte mittelalterliche Festung Europas. Wenn man durch dieses Städtchen wandert, glaubt man sich wirklich in die Zeiten des Mittelalters zurückversetzt. Nicht nur Gotik, sondern auch Renaissance, Barock und auch Historismus bestimmen das Stadtbild. Dies ist auch einer der Gründe, warum Sighisoara zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Bunte Häuser im mittelalterlichen Sighisoara
Mittelalterlich: Sighisoara/Schäßburg mit bunten Häusern

Sehenswürdigkeiten in Sighisoara

Seit jeher ging einer der Hauptwege zur Stadt am Stundenturm vorbei, der im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Der Stundenturm war früher auch das Rathaus. Die Klosterkirche steht neben den alten Patrizierhäusern auf dem großen Burgplatz, dem Pitai Cetatii. Seit 1642 müssen sich die Schüler über die 175 Stufen der überdachten Schülertreppe zur alten Bergschule hochsteigen. Und ganz oben wurde im 14. Jahrhundert die wunderschöne Bergkirche errichtet. Hier kann man viele gotische Kunstwerke bewundern. Von hier aus hat man einen weiten und wunderschönen Blick über den Fluss Tarnave, in das Land hinein, über die alten Dächer der Stadt und auf die sechs noch erhaltenen Wehrtürme. In Sighisoara gibt es auch noch das "Dracula-Haus". Ein Restaurant, wo der Dracula-Hype geschickt vermarktet wird. Denn die Stadt ist Heimat von Vlad Tepes, der für die Dracula-Geschichte Vorlage war.